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Das Aquarium bepflanzen - Teil 2

Pflanzplan gemacht und Pflanzen beim Händler gekauft. So sieht es dann aus.

Ausgepackt!

Auf diesem Bild ist ein Pflanzenkorb mit Steinwolle zu sehen.

Der untere Plastikkorb enthält Steinwolle oder Schaumstoff. Dieses Material ist oft noch mit einem Bleiband zusammengebunden. Alles wird vorsichtig entfernt. Gerade das Entfernen der Steinwolle ist sehr mühsam. Hierbei dürfen die Wurzeln der Pflanzen nicht beschädigt werden. Die Pflanzen werden danach etwas mit Wasser abgewaschen. Faulstellen werden mit einem scharfen Messer weggeschnitten. Dies ist besonders bei Stengelpflanzen wichtig. Bei diesen ist häufig die untere Stengelspitze matschig. Dieses Stück muß abgeschnitten werden. In keinem Fall darf hierzu eine stumpfe Schere oder der Fingernagel benutzt werden. Dadurch entsteht eine Quetschstelle von der aus die Pflanze weiterfault.

Die Wurzeln werden zu 2/3 abgeschnitten. Nach dem Einpflanzen werden ohnehin neue gebildet.

Stengelpflanzen werden dann dicht aber einzeln in den Bodengrund gesteckt. Wie dicht ich diese setzen kann hängt nicht unwesentlich von der vorhandenen Beleuchtung ab. Bei zu dichtem Wuchs kommt im unteren Bereich eventuell nicht mehr genug Licht an. Die Pflanzen werden dort alle Blätter verlieren. In jedem Falle werden mit diesen zusammenhängende Gruppen gebildet. Einzeln plaziert, entfalten Stengelpflanzen keine optische Wirkung. Allerdings gibt es Ausnahmen. Hierzu gehören sich stark verzweigende Stengelpflanzen wie z.B. Hygrophila Polisperma (indischer Wasserfreund). Diese sind in der Lage, ausgehend von einem oder zwei Stengel, ein ganzes Aquarium zuzuwuchern.

Bei größer werdenden Arten muß die Abschattung anderer Pflanzen bedacht werden. Eine Echinodorus Bleheri läßt im Durchmesser von 50-60 cm kein anderes Pflanzenleben mehr entstehen.

Wie ich die Bepflanzung des Aquariums gestalte, ist reine Geschmackssache. Es gilt aber, einige grundsätzliche Dinge zu beachten. Um die optische Tiefe des Beckens zu verbessern, kann eine sogenannte Pflanzenstraße plaziert werden. Diese verläuft vom vorderen Bereich schräg zu Rückwand. Bei dieser Pflanzenstraße werden selbstverständlich keine verschiedenen Pflanzenarten gemischt. Zur optischen Vergrößerung geeignet sind auch farblich gesetzte Kontraste. Das Gestalten mit verschiedenen Grüntönen und roten Arten erzeugt Blickpunkte im Aquarium. Ebenso geschickt gesetzte Bereiche mit bodenbedeckenden Pflanzen wie z.B. Gras. Beim arrangieren muß allerdings immer der Lichtbedarf der einzelnen Pflanzen im Auge behalten werden. Nicht selten ist ein Becken besonders in den Randbereichen nicht so gut ausgeleuchtet. Dies trifft besonderes auf Installationen mit Leuchtstoffröhren zu. Hier sind lichthungrige Pflanzen falsch plaziert.

Beim Neueinrichten eines Aquariums sollte man sich von dem Gedanken verabschieden, die Bepflanzung nach und nach einzubringen. Von der erhöhten Algengefahr abgesehen, wird sich so kein guter Pflanzenwuchs entwickeln. Das Becken muß sofort mit vielen Pflanzen besetzt werden. Nur so entwickelt sich ein wuchsfreudiges Millieu im Biotop.

Des weiteren ist es bei Neueinrichtung ratsam, viele schnellwachsende Stengelpflanzen einzusetzen. Dies vermindert die Gefahr des Veralgens deutlich. Was heißt "viele"? Das nachfolgende Foto soll verdeutlichen, was ich mit "viele" meine und wie dicht Stengelpflanzen gesetzt werden können.

Nach einiger Zeit kann der Pflanzenbesatz Stück für Stück den eigenen Wünschen angepaßt werden. Je nach Geschmack kommen immer mehr langsamwachsende, großblättrige Pflanzen zum Einsatz. Hierbei sollte bedacht werden, daß diese kurz nach dem Einsetzen alle Blätter verlieren können. Erst die Nachwachsenden sind an die Lichtverhältnisse im Becken angepaßt. Außerdem werden diese häufig emers gezüchtet. Die submerse Lebensweise ist für diese Pflanzen erst durch neue Blätter möglich.

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