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Der Aquarienfilter |
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Welcher Filter ist für mein Aquarium der Richtige? Es gibt viele verschiedene Filtertypen. Motorfilter, Rieselfilter, Nitratfilter, Biofilter, Langsamfilter, Schnellfilter und noch einige mehr. Beschreiben will ich hier den Motorfilter. Dies ist heute der gebräuchlichste Filter. Er liegt Komplettsets bei und ist in jedem Aquaristikgeschäft erhältlich. Der Motorfilter ist ein Schnellfilter und er ist als Innen- sowie als Außenfilter erhältlich. Schnellfilter bedeutet, daß er den Beckeninhalt mehrmals pro Stunde umwälzt. Zuerst zum Innenfilter. Er wird mittels Saugnäpfen direkt im Aquarium befestigt. Am unteren Ende wird das Altwasser angesaugt. Dann fließt es durch ein Filtersubstrat nach oben und verläßt den Filter über das Ausströmrohr. Dieses ist in der Regel in der Richtung verstellbar. Außerdem kann hier der Filter gedrosselt werden. Als Filtersubstrat wird beim Innenfilter Schaumstoff verwendet. Wenn die Strömung des Filters zu stark nachläßt, kann dieser ausgewaschen werden. Vom Prinzip funktioniert ein Außenfilter vollkommen gleich. Durch sein größeres Volumen kann er aber mit unterschiedlichen Filtersubstraten bestückt werden. In seinem Topf befinden sich oft Filterkörbe die man entsprechend füllen kann. Und genau hier fängt es an kompliziert zu werden. Durch ihre bauartbedingte Schnellfilterung befreien Motorfilter das Aquarienwasser in erster Linie von Schwebeteilchen. Außerdem sorgen sie für eine Durchströmung des Beckens. Nach meiner Überzeugung leisten sie nur relativ geringe biologische Abbauarbeit im Aquarium. Aber genau diese wird erwartet wenn es um die unterschiedlichen Filtersubstrate geht. Hier prallen regelrechte Weltanschauungen aufeinander. Es gibt Schaumstoff, Filterwatte, Torf, Kohle, Steine in vielfältiger Form, Röhrchen und Zeolith und..... Eine Aufgabe (neben dem Zurückhalten von Schmutz) des Filtersubstrates ist es, den Bakterien eine große Besiedelungsfläche zu bieten. Dies ist durch ein poröses Material welches aus vielen kleinen Kammern besteht gegeben. Also z.B. Schaumstoff. Hierbei darf nur Aquaristikschaumstoff verwendet werden. Dieser ist offenporig. Das Wasser soll schließlich hindurchfließen. Diese poröse Eigenschaft besitzen auch viele Steinsubstrate. Nur sind diese viel teurer als Schaumstoff. Ob sie bessere biologische Arbeit leisten weiß ich nicht. Filterkohle besitzt eine sehr große und feinporige Oberfläche. Mit ihr können auch kleinste Schwebeteilchen und sogar Giftstoffe aus dem Wasser entfernt werden. Diese werden von der Kohle absorbiert (gebunden). Auch Medikamentenreste lassen sich so nach einer Behandlung entsorgen. Die Kohle darf nur ein paar Tage im Becken verbleiben. Sie ist dann erschöpft und würde die gebundenen Stoffe wieder ans Wasser abgeben. Zur Feinstfilterung kann auch ein Diatomeenfilter verwendet werden. Er entfernt mechanisch feinste Partikel aus dem Wasser. Er wird ebenfalls nur gezielt eingesetzt weil sich die Diatomeenerde schnell zusetzt. Diese kann aber, im Gegensatz zu Kohle, wiederverwendet werden. Torf wird nur zur Ansäuerung des Wassers eingesetzt. Es darf nur ungedüngter Aquaristiktorf benutzt werden. Auch die Wirkung von Torf ist schnell erschöpft. Außerdem ist diese nur sehr schwer berechenbar weil Torf schließlich ein Naturprodukt ist. Habe ich also mein Filtersubstrat gefunden und rechne ich meinem Filter auch ein gewisses Maß an biologischer Tätigkeit zu, stellt sich die Frage nach der besten Arbeitsumgebung für die Bakterien. Zum einen sollte die Stömung nicht zu groß sein. Ein mal Beckeninhalt pro Stunde reicht bei einem Pflanzenbecken vollkommen. Wie oben schon beschrieben, kann ein Motorfilter gedrosselt werden. Beim Außenfilter ist darauf zu achten, daß dies nur an der Druckseite (wo das Wasser ausströmt) geschieht. Desweiteren brauchen Bakterienpopulationen immer eine gewisse Zeit um sich zu entwickeln. Der Filter sollte also möglichst wenig gestört werden. Die Standzeit ist in der Regel beim Außenfilter höher. Ich besitze Filter die schon über ein Jahr ohne Reinigung auskommen. Was kommt eigentlich beim Schnellfilter außer Wasser hinten wieder raus? Er produziert Nitrat. In einem Filter läuft der gesamte Prozeß der Schadstoffabbaukette ab der auch im Aquarium stattfindet. Deshalb gehört auch ein Außenfilter zum Gesamtsystem dazu. Er befindet sich zwar nicht im Becken aber er vergrößert dieses durch sein Volumen. Außenfilter oder Innenfilter? Innenfilter sind billiger und auslaufsicher. Aber sie verschwenden Platz im Aquarium. Außenfilter sind leicht zu verbergen. Durch die Schläuche und den Filter selbst ist aber ein gewisses Gefahrenpotential in Form von Undichtigkeit vorhanden. Die Entscheidung fällt also leicht - oder etwa nicht? |