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Neue Fische einsetzen

Das Aquarium ist eingefahren und die neuen Fische beim Händler ausgewählt. Bevor es jetzt mit der wertvollen Fracht nach Hause geht braucht man die Information welches Wasser im Verkaufsbecken ist. Besonders die Wasserhärte ist hier wichtig. In der Regel wird der Händler aus Kostengründen Leitungswasser verwenden. Wenn im eigenen Aquarium auch Leitungswasser vom gleichen Wasserwerk ist, stellt sich der folgende Fischeinsatz unproblematisch dar. Wird jedoch speziell aufbereitetes Wasser verwendet - so z.B. durch Umkehrosmose - wird die ganze Aktion aufwendiger.

Sollte sich herausstellen, daß sich im Händlerbecken und/oder im Transportbeutel irgendwelche Medikamente oder Wasserzusätze befinden, ist auf einen Kauf in diesem Geschäft besser zu verzichten. Ein guter Händler verpackt den Transportbeutel zusätzlich mit Zeitungspapier. Dieses bewirkt eine thermische Isolierung und stellt die Fische durch die Verdunklung ruhig.

Aber jetzt mit den Fischen nach Hause und zwar ohne Umwege. Dort wird der Plastikbeutel geöffnet und ins Aquarium gehängt. Zum Fixieren benutze ich immer eine Wäscheklammer. Mit dieser kann der Beutel einfach an der Abdeckung oder der Frontscheibe befestigt werden. Dadurch kann er weder wegtreiben noch absinken.

Durch das umgebende Aquarienwasser gleicht sich das Wasser im Plastikbeutel temperaturmäßig an. Um die Fische langsam an die neuen Wasserparameter zu gewöhnen, wird in Intervallen etwas (wenig) Wasser aus dem Becken in den Beutel geschüttet. Dieser Vorgang sollte sich mindestens über eine halbe Stunde erstrecken. Dieser Zeitraum wäre angemessen wenn sich Händlerwasser und Beckenwasser nicht wesentlich unterscheiden.

Findet jedoch eine Umstellung von z.B. hartem (GH 20) auf weiches (GH 5) Wasser statt, muß diese Prozedur auf wenigstens 2 Stunden ausgedehnt werden. Eine solche krasse Änderung der Lebensbedingungen belastet die Fische so stark, daß sie daran sterben können. Dieses vorsichtige Umsetzen kann nicht oft genug erwähnt werden. Hier werden oft aus Ungeduld entscheidende Fehler gemacht.

Es ist letztendlich nicht entscheidend wie gut das eigene Aquarienwasser ist, selbst wenn es den Bedürfnissen der Fische mehr entgegenkommt als das Händlerwasser. Entscheidend ist die zur Verfügung stehende Zeit zur Anpassung.

Werden die neuen Fische ins Aquarium entlassen, kann dies bei einigen Arten wie z.B. Barschen zu Problemen führen. Barsche sind Revierfische und die Neuankömmlinge Eindringlinge. Die durch den Umzug ohnehin schon geschwächten Fische würden hier durchs ganze Becken gejagt. In diesem Extremfall kann das Aquarium verdunkelt werden. Licht aus und Decke drüber. Alle nicht nachtaktiven Fische werden ruhiggestellt. Am nächsten Morgen haben sich die neuen Fische schon ausreichend an die unbekannte Umgebung gewöhnt.

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